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Am 23. November 2008 findet wieder unsere beliebte Herbsttour statt !!! Am 14. Dezember 2008 ist die nächste Schnuppertour !!! Neu: In Zusammenarbeit mit der Gastronomie im Kloster Eberbach können wir jetzt ein Andenbüffet bei unseren Trekkingtouren anbieten !!!

Geschichte



 

Geschichte und Philosophie des Zuchtbetriebes Kisselmühle

Die Kisselmühle hat ihren geographischen Ursprung im 12. Jahrhundert, damals zugehörig als „Außenhof“ zum Zisterzienserkloster Eberbach , im Rheingau zwischen Wiesbaden und Rüdesheim gelegen , berühmt u. a. für den Anbau exquisiter Weine , nicht zuletzt bedingt durch die ganztägige Sonneneinstrahlung der Rebstöcke, die letztlich wiederum ihren Ursprung in der Ost / West - Fließrichtung des Rheins hat, also dem Stückchen Rhein, das den Namen  „Rheingau“ trägt.

Die Kisselmühle selbst liegt in einem kleinen Seitental, 3 km vom südlichen Rheinufer entfernt. Unser kleines Tal verläuft etwa in Süd / Nordrichtung. Ein schmaler Bach durchfließt das Tal- im oberen Teil Kisselbach genannt, in Richtung Süden heißt er dann Eberbach, gesäumt von Naturwiesen, umschlossen von Mischwald , rund 10 ha Wiesen. Was tun mit diesem verwunschenen Tal, stark zugewachsen, verholzt, verwildert und mit dem Stempel „Naturschutzgebiet“ versehen !
Alte Zeichnungen und Fotografien die ein offenes Wiesental mit einem Bachlauf zeigen, ließen die Familie Kraft nicht mehr los. Die Familie Kraft kaufte 1989 nacheinander verschiedene heimische Tierrassen für die Beweidung - das Beweidungsergebnis war nie optimal gerade für den Landschaftsschutz ! Sie suchten weiter und „fanden“ durch Zufall diese kleinen , friedlich / freundlichen, fremdartigen Wesen mit Namen ALPAKA. Es war Liebe auf den ersten Blick - Sie kauften im Jahr 1990 eine Gruppe Alpaka + eine Lamastute - und waren gar nicht sicher, in wie weit diese Tiere für ihr Ansinnen tauglich waren ! Von ihren Vorzügen in Sachen Schonung der Bodenflächen durch ihr anderes Trittverhalten, - ihren Schwielensohlen, - ihre Art Nahrung (Gras) nur mit den Lippen aufzunehmen, ihr ganzes Verhalten, ihre Genügsamkeit ect., konnten Sie sich sehr bald überzeugen. Die Universität für Tiermedizin in Giessen/Hessen gab ihnen Wissen und die Überzeugung, daß sie gerade im Bezug auf Naturschutz mit dem Kauf dieser Tiere einen Volltreffer gelandet hatten. 

Das 1. Ziel, die Bewahrung eines kleinen, schönen Tales in seiner Ursprünglichkeit, das sie zufällig fanden, hatten sie nur teilweise mit dem Kauf  dieses Tales (bestehend aus sehr vielen einzelnen  Parzellen) erreicht, mit dem Kauf der Alpaka und Lama aber und durch deren Art von Beweidung waren sie in Sachen  praktizierender Landschaftsschutz ein ganzes Stück weiter gekommen. Nach langjähriger Behinderung, Verzögerung, ja Willkür seitens eines „Amtes“ ist es ihnen mit Hilfe des sehr kooperativen Landwirtschaftsamtes, des staatlichen  Veterinäramtes, der Uni Gießen, der Stadt Eltville wie auch der massiven Hilfe eines hiesigen Anwaltes, ( Letzterer kennt und liebt dieses kleine Tal von Kindheit her, und schätzt das Bemühen um die Erhaltung dieses Tales) gelungen, endlich einen Stall für die Tiere zu bauen.


Das zweite Ziel dem sie sich verschrieben haben, ist sehr komplex; es ergibt sich, wenn man sich näher mit diesen Tieren in deren Heimat beschäftigt, den leider negativen Einflüssen der Europäer in der Zeit der Eroberung Südamerikas , des teils unsinnigen Abschlachtens der Tiere aus irgendwelchen profanen Gelüsten der Eroberer heraus, durch Krankheiten + vieles andere mehr + letztlich das Absacken der Herdenbestände bis in die heutige Zeit. Dazu kommen Verluste  in den vorhandenen Herden durch ( teils geschützte ) Wildtiere , ein teils Mehrbestand an Hengsten als notwendig, ein nicht beachten von Vermischung der Lama + Alpaka, ein Nichttrennen in Stuten und Hengstherden und vieles mehr, woraus sich auch die niedrige Fertilitätsrate in den dortigen Ländern wahrscheinlich erklären lässt. Mit der Haltung und der Zucht dieser Kleinkameliden geben wir in unseren Ländern nicht zuletzt den tiermedizinischen Universitäten die Möglichkeit, Forschungen anzustellen, die mit die Grundlage bilden, den Herdenbestand in den Andenländern zu verbessern - was uns Europäern auch zum Vorteil gereicht - und um den Stellenwert der Lama/Alpaka in deren Heimatländern wieder einzunehmen, der den Tieren, dem Land und den Menschen zukommt. In erster Linie stehen heute die  Zucht von Lamas und Alpakas unter der Berücksichtigung des aktiven Landschaftsschutzes an erster Stelle. Des weiteren möchten wir das Tal, in welchem wir uns angesiedelt haben, in seiner natürlichen Schönheit und Ursprünglichkeit erhalten. Das gezielte Anpaaren der Lama und Alpaka auf Farbe und Feinheit der Wolle hat neben korrektem Körperbau und ausgeglichenem Charakter oberste Priorität. Durch den Verkauf der Jungtiere, Gewinnung und Verkauf der Wolle/Wollprodukte sowie die Nutzung der Tiere im Bereich Trekking ist die die Rentabilität des Unternehmens auf lange Sicht hin zu sichern. Gerne versuchen wir heute in Zusammenarbeit mit den Touristenverbänden dem Rheingau eine zusätzliche „Attraktion“ zu geben. Viele glückliche Kinder- und zufriedene Erwachsenengruppen bestärken uns in unserer Arbeit.

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: rheingau@kisselmuehle.de 
Stand: 18. November 2008