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Am 23. November 2008 findet wieder unsere beliebte Herbsttour statt !!! Am 14. Dezember 2008 ist die nächste Schnuppertour !!! Neu: In Zusammenarbeit mit der Gastronomie im Kloster Eberbach können wir jetzt ein Andenbüffet bei unseren Trekkingtouren anbieten !!!

Burenziegen



 

Abstammung der Burenziege

Zoologisch zählt die Burenziege zur Gattung der Böcke. Die heute noch wildlebenden Verwandten sind der Steinbock, Iberischesteinbock, Markhor und die Bezoarziege.
Die Bezoarziege ist aus heutiger Sicht die Urmutter aller domestizierten Ziegen, also auch der Burenziege.

Zuchtbeginn in Südafrika und Europa

Der Name Buren bedeutet in Südafrika Bauernhof. Die Burenziegen wurden aus verschiedenen Ziegenrassen im südlichen Teil von Afrika gezüchtet, die schon im 19. Jahrhundert dort gehalten wurden.

Bis ins 20. Jahrhundert hatten Landwirte in der östlichen Caperegion von Südafrika Ziegen mit gut gebauten Körpern, einer hohen Fleischleistung und einer schnellen Zuwachsrate produziert.

Diese Ziegen waren weiß und kastanienrot am Kopf und an den Schultern. Sie produzierten eine erhebliche Menge Fleisch und lieferten außerdem gutes Leder. Die Burenziege wurde weiters zur Freihaltung der dichten Vegetation wirkungsvoll eingesetzt. Dies war der Anfang der Burenziege, die wir heute kennen.

Im Jahre 1959 wurde die Burenziegenzuchtvereinigung von Südafrika gegründet. Diese stellte Zuchtziele - wie Bau und Aussehen der Burenziege - auf.

Die guten Eigenschaften, wie Fleischigkeit, Größe, frühe Reife, Ergiebigkeit und die Anpassungsfähigkeit der Burenziege erregte die Aufmerksamkeit anderer Länder. Aber Burenziegen konnten nicht einfach ohne einer Quarantäneperiode in andere Länder gebracht werden.

Aus Namibia und Südafrika wurde eine kleine Zahl von lebenden Tieren und Sperma importiert. In Europa wurde/wird sie im Rahmen der Verdrängungskreuzung zum Aufbau der Fleischziegenzucht eingesetzt.

Kennzeichen

Die Burenziegen sind große Fleischziegen mit langem Rumpf, breiten, fleischigen Schultern, gut entwickelter tiefer, breiter Brust, breitem geraden Rücken, ausgeprägter Rippenwölbung und muskulösen, langen Beinen. Sie sind kurzhaarig, haben eine weiße Grundfarbe mit teilweise rotem, ramsnasigem Kopf und rote Flecken an Hals, Brust und Bauch. Sie sind in der Regel gehörnt und haben Hängeohren. Als Burenziegen werden “Fleischziegen” mit mehr als 87% Burenanteil anerkannt.

Maße und Gewichte

Körpermaße:

Ziege

Bock

Gewicht

65 - 75 kg

90 - 130 kg

Widerristhöhe

65 – 75 cm

75 – 90 cm

Leistung und Leistungsprüfung

Die Burenziege hat einen weiten Brunstzyklus. Eine dreimalige Ablammung in zwei Jahren ist möglich und wird vereinzelt erreicht. Mittelrahmige, tiefe Tiere sind für die Fleischproduktion besonders gut geeignet. Die volle Bemuskelung an Keule, Rücken, Schulter und Brust zeigt sich besonders gut bei den Lämmern. Schmackhaftes, zartes Fleisch! Die Burenziegen sind wegen ihres ruhigen Temperamentes problemlos mit anderen Tieren (Schafen, Pferden, Kühen) zu halten und eignen sich in der Landschaftspflege zur Bekämpfung der Verbuschung.

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mind. 1 Ablammung pro Jahr,

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1,8 geborene Lämmer pro Lammung,

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gute Muttereigenschaften, einschließlich Milchleistung,

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ruhiges Temperament,

tägliche Zunahme der Lämmer von 200 bis 250 g

Zuchtziel

Gewünscht wird eine voll bemuskelte, kräftige, breite und tiefe Ziege mit langem, breit angelegtem und nicht zu stark abfallendem Becken. Eine korrekte Beinstellung mit fester, nicht zu langer Fesselung ist für eine gute Marschfähigkeit wichtig. Eine gute Ausbildung des Euters, mit nicht zu dicken Strichen ist erforderlich, um problemlose Lämmeraufzucht zu gewährleisten. Zur Herdbucheintragung gelten Ziegen mit mindestens 87,5% Burenanteil als reinrassig. Der jeweilige Blutanteil ist bei Zuchttieren in den Zuchtpapieren anzugeben.

Einsatz und Intension der Kisselmühle

Wir halten eine kleine Zuchtgruppe Burenziegen, zur Zeit bestehend aus 8 Mutterziegen. Im Jahr 2006 kauften wir uns die ersten Tiere bei der Familie Bolte, die eine Herdbuchzucht betreiben. Unser Ziel liegt nicht darin, Herdbuchzucht zu betreiben, sondern im kleinen Rahmen gesunde, gut bemuskelte Tiere nachzuziehen, die uns sowohl unseren Eigenfleischbedarf decken wie auch unsere verbuschten Hanglagen naturschutzgerecht frei fressen. Durch ihre ruhige Art und für eine Ziege ein sehr stark ausgeprägtes Sozialverhalten zeigend, haben wir diese Rasse in unser Herz geschlossen. Die eine oder andere Ziege kann sogar bei verschiedenen Besuchergruppen diese in ihren Bann ziehen.

 

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: rheingau@kisselmuehle.de 
Stand: 18. November 2008